Ich bin Kerstin Löhnert, Physiotherapeutin seit 2004. Seit vielen Jahren beschäftige ich mich mit Bewegung, Bewegungsanalyse und den Zusammenhängen von Wahrnehmung, motorischem Lernen und neuromuskulärer Steuerung.
Aktuell arbeite ich Teilzeit als Physiotherapeutin in der Kinderklinik des Sana-Klinikum Coburg. Dort begleite ich Säuglinge, Kinder und Jugendliche im stationären Setting.
Meine Arbeit ist geprägt von einem ganzheitlichen Blick auf Bewegung. Ich betrachte Auffälligkeiten nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel von Biomechanik, Wahrnehmung und zentralnervöser Steuerung. Dabei interessiert mich nicht nur das sichtbare Bewegungsmuster, sondern vor allem das, was dahinterliegt.
Was mich antreibt
Als aktive Übungsleiterin im Kinderturnen beobachte ich seit einigen Jahren eine zunehmende Unsicherheit in der Koordination vieler Kinder.
Trotz klarer Anleitung und gezielter Hilfestellung zeigen manche Kinder in entscheidenden Momenten immer wieder dieselben Bewegungsmuster – als würde ihr Körper auf ein fest gespeichertes Programm zurückgreifen.
Diese Beobachtungen haben meine therapeutische Neugier geweckt. Aus meiner Faszination für das neuromuskuläre System heraus habe ich begonnen, gezielt nach den „Puzzleteilen“ zu suchen, die erklären, und warum bestimmte Muster so beständig bleiben
Mein fachlicher Schwerpunkt
In den vergangenen Jahren habe ich spezielle Fortbildungen zum besseren Verständnis persistierender frühkindlicher Reflexe bei (Vor-)Schulkindern absolviert.
Heute verbinde ich meine klinische Erfahrung mit diesem vertieften Wissen, um Bewegungsentwicklung differenziert zu betrachten und Kinder gezielt in ihrer motorischen Reifung zu unterstützen.
Gleichzeitig zeigt sich, dass dieser Ansatz nicht nur für Kinder bedeutsam ist: Auch bei Jugendlichen und Erwachsenen können grundlegende, früh angelegte Bewegungs- und Steuerungsmuster Einfluss auf Gleichgewicht, Stabilität, Koordination oder das Gefühl von Sicherheit im Alltag haben.
Insbesondere bei Unsicherheit beim Gehen, Gleichgewichtsschwankungen, erhöhter Muskelspannung oder anhaltenden Koordinationsmustern kann es sinnvoll sein, diese Zusammenhänge mit einzubeziehen. Das eröffnet neue Perspektiven in Therapie und Training – ressourcenorientiert und entwicklungslogisch.
Qualifikation & Erfahrung
Ausbildung:
- 2001-2005 staatlich anerkannte Physiotherapeutin & Gymnastiklehrerin
- 2005-2008 B.Sc. – Studiengang Physiotherapie (berufsbegleitend)
Berufliche Tätigkeit:
- Physiotherapeutin in der Kinderklinik des Sana-Klinikum Coburg (Teilzeit)
- Langjährige Tätigkeit im pädiatrischen und neurologischen Bereich
Fachliche Schwerpunkte & Fortbildungen
Reflexintegration & Wahrnehmung
- ENWAKO®- nach Niels Ewald – Therapiekonzept bei persistierenden frühkindlichen Reflexen (80 UE)
- Neurozentrierte Therapie (12 UE)
- Die Studie der Normalen Bewegung (21 UE)
- Somatic Education (20 UE)
- Neurologie und Biomechanik der Atmung – ein Weg zu mehr Atemkompetenz (8 UE)
Pädiatrie & Entwicklung
- Manuelle Therapie bei Kindern (INOMT – 20 UE)
- Atemphysiotherapie in der Pädiatrie (19 UE)
- Dreidimensionale manuelle Fußtherapie bei kindlichen Fußfehlstellungen nach Zukunft-Huber (30 UE)
…weitere
- Das Trinkverhalten Frühgeborener und der Umgang mit der Flaschenfütterung (8 UE)
- Vojta-Workshop (16 UE)
- Basale Stimulation – Grundkurs (24 UE)
Fachbereich Neurologie
- Bobath-Grundkurs (155 UE)
- Neurodynamik (50 UE)
- Ataxie – Wie kann Ordnung wiederhergestellt werden (50 UE)
- Patientenorientierte Analyse klinischer Phänomene in der Neurologie
- Physiotherapie bei Morbus Parkinson (10 UE)
Fachbereich Orthopädie
- Dreidimensionale Skoliosetherapie (18 UE)
- Kinesiologisches Taping (Grund-Aufbaukurs (32 UE)
- Manuelle Therapie – INOMT (320 UE)
- Medizinische Trainingstherapie (125 UE)
- Beckenboden – differenzierte Behandlungs- und Trainingsstrategien (8 UE)