Besser sehen – was frühkindliche Reflexe damit zu tun haben

Schon vor der Geburt entwickeln wir automatische Bewegungsmuster, sogenannte frühkindliche Reflexe. Sie dienen dem Schutz und unterstützen den Start ins Leben. Während wir heranwachsen und zunehmend bewusst Bewegungen steuern lernen, werden diese Reflexe normalerweise schrittweise in das Nervensystem integriert.

Verläuft dieser Reifungsprozess nicht vollständig, kann sich das unter anderem auf das visuelle System auswirken. Das Zusammenspiel der Augen, die Blicksteuerung oder die visuelle Verarbeitung können dann mehr Anstrengung erfordern.

Mögliche Einflussfaktoren können zum Beispiel sein:

  • besondere Belastungen in der Schwangerschaft
  • Frühgeburt
  • Kaiserschnitt
  • herausfordernde oder sehr schnelle Geburtsverläufe

Auch später im Leben können starke Belastungen oder anhaltender Stress dazu führen, dass solche automatischen Muster wieder stärker in den Vordergrund treten. Bildlich gesprochen kann man sich das wie eine Sicherung vorstellen, die unter Belastung herausspringt.

Wahrnehmung, Bewegung und Sehen gehören zusammen

Sehen ist kein isolierter Vorgang der Augen – es ist ein komplexes Zusammenspiel von:

  • Gleichgewichtssystem
  • Körperwahrnehmung
  • Muskelspannung
  • Augenmotorik
  • Gehirnverarbeitung

Durch gezielte, koordinative Übungen kann das Nervensystem dabei unterstützt werden, diese Muster nachträglich besser zu integrieren und das Zusammenspiel von Wahrnehmung, Bewegung und Sehen zu stabilisieren.

Das ENWAKO®-Konzept

Das ENWAKO®-Konzept greift genau diese Zusammenhänge auf. Es betrachtet frühkindliche Reflexe im engen Zusammenspiel mit Wahrnehmung, Bewegung und dem visuellen System.

Ausführliche Informationen über die frühkindlichen Reflexe sowie die theoretischen Hintergründe finden Sie auf der offiziellen Website von Niels Ewald.

Frühkindliche Reflexe sind kein „Problem“ – sie sind ein natürlicher Start ins Leben.
Die entscheidende Frage ist nur: Sind sie zum richtigen Zeitpunkt integriert?

Besser sehen beginnt im Nervensystem.
Ob bei Ihrem Kind oder bei Ihnen selbst – ich beantworte gerne Ihre Fragen und informiere Sie persönlich.